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Wie Autogaragen effizient mit Energie umgehen können

06.08.2019 | Wie Autogaragen effizient mit Energie umgehen können

Mit PEIK können KMU ihre Energie-Sparmöglichkeiten unter professioneller Anleitung planen. Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel dreier Autogaragen im Kanton Basel-Landschaft. Die Besitzer wandten sich über die KMU-Plattform für Energieeffizienz an akkreditierte Energieberater vor Ort und sind zufrieden mit den Resultaten.

Den Autogaragen Niederhauser Automobile AG in Thürnen, Ernst Buser AG in Ormalingen und Auto Kurve AG in Bubendorf liegt ein effizienter Umgang mit Energie am Herz. Die Besitzer der Garagen informierten sich über die professionelle Energieberatung PEIK für KMU und bestellten über die Internetplattform eine Analyse. Umgehend wurden sie vom akkreditierten Energieberater Udo Schuster vom in ihrer Region ansässigen Unternehmen Elektra Baselland EBL kontaktiert. Bei der Begehung vor Ort sah sich Udo Schuster die wichtigsten Energieverbraucher in den Betrieben an. Er prüfte und analysierte den Verbrauch, um festzustellen, wo und wie die Unternehmer Energie und damit Unterhaltskosten einsparen können.

Die Pluspunkte der PEIK-Energieberatung

PEIK ist speziell auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet. Der Energieberater ist einen Tag vor Ort, macht die Analyse im Büro und schreibt einen Bericht mit Vorschlägen zu konkreten Massnahmen, Einsparpotenzial, Investitionskosten und Amortisation. Im Anschluss besucht er die Kunden noch einmal, um den Bericht und die Vorschläge mit ihnen zu besprechen. Dabei gibt es oft auch Massnahmen, die ohne grosse Kosten innert kurzer Zeit umgesetzt werden können. «Der PEIK-Bericht gibt einen guten Überblick darüber, was man machen kann, wie viel es kostet und was es energietechnisch und finanziell bringt», sagt Arno Schmidli, Mitinhaber der Ernst Buser AG in Ormalingen. «Das ist sehr hilfreich.» In seinem Betrieb wurde zuerst die Beleuchtung der Werkstatt ausgewechselt. Weitere Investitionen sollen Schritt für Schritt folgen, wie Schmidli erklärt.

Auch Dieter Niederhauser, Besitzer der Niederhauser Automobile AG und Auto Kurve AG, schätzt die Analyse mit den harten Zahlen und Fakten: «Der Bericht und die Beratung sind eine echte Entscheidungshilfe für die Investitionen.» Für die Kunden ist PEIK in der Tat eine sichere Investition: Bevor sie sich für das Programm entscheiden, erhalten sie ein auf ihren Betrieb massgeschneidertes Pauschalangebot; davon übernimmt der Bund im Rahmen eines Förderbeitrags 50 Prozent der Kosten bis zu maximal 1500 Franken. Auch während der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen können sich die KMU einen halben Tag gratis begleiten lassen.

Interview mit Udo Schuster: «Mit Sofortmassnahmen lassen sich bei der Druckluft etwa 2300 Franken pro Jahr einsparen.»

 

Udo Schuster

Herr Schuster, wie unterscheiden sich Autogaragen bezüglich Energieverbrauch von anderen Objekten?

Udo Schuster: Der Schwerpunkt unserer Analyse liegt bei jedem KMU grundsätzlich auf dem Strom- und Wärmeverbrauch. Hier gibt es in der Regel Optimierungspotenzial, zum Beispiel bei der

Einstellung der Heizung oder der Lüftung. Bei Autogaragen ist die Beleuchtung besonders zu beachten, denn die Werkhallen müssen gut ausgeleuchtet sein – so gut, dass die Automechaniker trotz offener Motorhaube noch klar sehen können. Auch Showrooms mit grossen Schaufensterflächen, der Kompressor und die Leitungen für die Druckluft sowie die Lackieranlage mit 60 Grad Innentemperatur müssen genau unter die Lupe genommen werden.

Wo ergab sich bei den getesteten drei Garagen am meisten Einsparpotenzial?

Beim Thema Druckluft zeigte sich bei einer der analysierten Garagen viel Einsparpotenzial. Mit drei Sofortmassnahmen lassen sich hier bei einer einmaligen Investitionssumme von rund 3650 Franken etwa 2300 Franken pro Jahr an Energiekosten einsparen.

Was unterscheidet die PEIK-Energieberatung von anderen?

Wir PEIK-Berater sind vom Bund akkreditiert. Wir haben eine Schulung absolviert und ein Audit durchlaufen. Alle PEIK-Berichte, die wir schreiben, werden von der PEIK-Geschäftsstelle validiert. Das ist nicht bloss Routine. Die Fachleute des Bundes hinterfragen auch mal etwas und setzen einen hohen Massstab. Das ist aber gut so, weil wir die gewünschte hohe Qualität abliefern wollen.