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Wieviel Lüftung brauchen wir? Volumenstrom bei mechanischen Lüftungsanlagen.

06. Juni 2019 | Wieviel Lüftung brauchen wir? Volumenstrom bei mechanischen Lüftungsanlage. | Bruno Schletti

«Lüf­tungsan­la­gen sollen ein behaglich­es Raumk­li­ma schaf­fen. Vielfach laufen die Anla­gen nach Inbe­trieb­set­zung über viele Jahre ohne Anpas­sun­gen an den effek­tiv­en Bedarf und verur­sachen so einen über­höht­en Energie­ver­brauch. In den Anla­gen schlum­mert häu­fig ein hohes Energie- und Kosteneinsparpotential»

Lüf­tungsan­la­gen benöti­gen Energie zur Luft­förderung (Elek­triz­ität) und zur Kon­di­tion­ierung (Erwär­mung, Be- und Ent­feuch­tung, Küh­lung) der Luft. Vielfach wird die Energie- und Kosten­rel­e­vanz der Anla­gen von den Betreibern nicht wahrgenom­men; Die Anla­gen befind­en sich meist im Keller, fern vom All­t­ags­geschäft und wer­den dadurch kaum beachtet.

Die Anla­gen wer­den instal­liert sowie eingestellt – meist in Unken­nt­nis der genauen Nutzung – und bleiben dann über Jahre unverän­dert. Die Erfahrung zeigt, dass die Anla­gen oft mit grossen Reser­ven geplant und betrieben wer­den (zu hohe Vol­u­men­ströme, zu lange Betriebszeiten).

Wie gross ist das Einsparpotential?

Bere­its kleine Zuluft/Abluftanlagen (von bspw. 1000 m³/h) kön­nen zu jährlichen Energiekosten von CHF 1000.- führen. Der Elek­triz­itäts­be­darf erhöht sich in der drit­ten Potenz zum Vol­u­men­strom. Bei ein­er Reduk­tion des Vol­u­men­stroms um 20% sinkt der Strombe­darf um rund 50%. In der Prax­is wird die Reduk­tion zwar etwas tiefer sein, dochdie Grössenord­nung stimmt. Das Einspar­po­ten­tial ist also riesig.

Wie kann ich den Volumenstrom beeinflussen?

Es gibt bei beste­hen­den Anla­gen ver­schiedene Wege auf den Vol­u­men­strom Ein­fluss zu nehmen. Die Möglichkeit­en sind stark von der Art der Anlage abhängig.

Zuerst sollen die Betrieb­szeit­en der Anlage dem Bedarf angepasst wur­den: Die Lüf­tung läuft nur, wenn zwin­gend nötig. Bei ein­er Anlage mit Vol­u­men­strom­re­gler und drehzahlgeregel­ten Ven­ti­la­toren kann durch das Hochstellen der Luftqual­itätssoll­w­erte (CO2-Konzen­tra­tion) der Vol­u­men­strom bedarf­s­gerecht reduziert wer­den. Bei Anla­gen, welche unter­schiedlich genutzte Räume versorgen,

kann sich der Ein­bau eines präsen­zges­teuerten Zonen­ven­tils lohnen. Das Anpassen der Soll­w­erte am Fre­quen­zum­formern (FU) ist eine weit­ere Möglichkeit zur Reduk­tion des Vol­u­men­stroms. Damit sich der Ein­bau eines neuen FU bei grossen Anla­gen lohnt, muss jedoch das Gesamt­sys­tem (FU, Motor, Trans­mis­sion) in Betra­cht gezo­gen wer­den. Weit­er kann durch die Anpas­sung des Über­set­zungsver­hält­niss­es zwis­chen Motor und Ven­ti­la­tor der Vol­u­men­strom reduziert wer­den. Bei jed­er Anlage ist es zudem möglich, über eine Zeitschal­tuhr einen alternieren­den Betrieb einzustellen.

PEIK hilft Massnahmen zu erkennen und umzusetzen

Das Ver­ständ­nis über den Zweck der Lüf­tung ist die Grund­lage zur Wahl der richti­gen Einspar­mass­nahme. Dient Ihre Anlage zur hygien­is­chen Erneuerung der Luft, zur Abfuhr von Feuchtigkeit, zur Beheizung oder zur Küh­lung der Räume?  Wun­dern Sie sich deshalb nicht, wenn Ihr PEIK-Berater Sie nach dem eigentlich Grund, warum Sie eine Lüf­tungsan­lage betreiben, fragt. Gerne stellt der PEIK-Berater seine Erfahrung in Ihren Dienst und kann Sie bei der Eval­u­a­tion und Umset­zung von Kosten- und Energies­par­mass­nah­men unterstützen!

Autor

  • Bruno Schlet­ti
  • Dipl.-Ing. Energi­etech­nik
  • Ing HTL/HKL, CAS Energieeffizienz
  • CSD Inge­nieure AG 
  • www.csd.ch

Quellen

Titel Foto: Bruno Schletti

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